Bericht vom 19. Februar 2018

 

Viertklässler hatten Projekttag

 

Am Emmerick-GrabSpannende Eindrücke und Informationen konnten in diesen Tagen die Viertklässler der Anna-Katharina-Emmerick-Grundschule sammeln: Jeweils einen ganzen Vormittag lang begab sich jede Klasse auf die Spuren der Dülmener Seligen Anna Katharina Emmerick. „Die Kinder müssen wissen, wer sich hinter dem Kürzel AKE verbirgt“, meint Ulrike Eistrup, Klassenlehrerin der 4b. Begleitet wurden die Projekttage durch Pfarrer Markus Trautmann. Nach einem lebendigen Einstieg und Austausch bei einem Bildervortrag wurde das Emmerick-Lied eingeübt. Dann ging es zu Fuß durch die Innenstadt, vorbei am Nonnenturm, zur Kreuzkirche. Die Emmerick-Gedenkstätte ließ in eine ferne Zeit eintauchen, und doch wurde das Leben der Schulpatronin durch Bilder und Exponate sehr anschaulich. Warum ist die Emmerick bis heute ein Vorbild? „Weil sie Mitleid zeigte mit anderen Menschen“, meint eine Schülerin. „Und sie nahm sich Zeit zum Zuhören und Beten“, ergänzt ein Junge. Im Anschluss der Führung bastelten die Jungen und Mädchen im Pfarrheim Heilig Kreuz kleine Laternen mit transparenten Emmerick-Motiven: Anna Katharina hatte Ausstrahlung und machte das Leben vieler Menschen hell. „Vorbilder sind für unser Miteinander heute wichtiger denn je“, findet Ulrike Austrup, „auch über Religionsgrenzen hinweg.“ Einen bewegenden Abschluss bildete der Gang zum Emmerick-Grab, wo die Kinder eigene Fürbitt-Zettel beschrieben und der Seligen „ans Herz“ legten. Vor dem Rückmarsch zur Schule ertönte kraftvoll das frisch gelernte Emmerick-Lied.

 

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Bericht vom 10. Februar 2018

 

In der Gedenkstätte"Es gibt keine Zufälle". Davon ist Reinhold Mühlenbrock vom Emmerickbund e.V. überzeugt. Mit dieser Feststellung spielt er auf das Gemälde an, welches das Ehepaar Tolic aus Dülmen zur Gedenkfeier mitgebracht hatte. Es handelt sich um eine Reproduktion des bekannten Emmerick-Porträts von der Malerin Anna Maria von Oer aus dem Jahr 1895. Die Kopie wurde geschaffen von der Porträtmalerin Anja Beermann aus Rahden.

Damit ist sie einem Wunsch der Brüder Gerd und Reinhold Mühlenbrock und dem Ehepaar Marina und Neno Tolic gefolgt. Die Mühlenbrocks aus Haltern pflegen schon seit einigen Jahren Kontakte über die interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft "Pax et Bonum" nach Dakkili/Südindien.

Bei einem gemeinsamen Besuch mit dem indischen Pater Francis in der Emmerick-Gedenkstätte entwickelte sich der Gedanke, ein Foto des Porträtbildes für den Neubau einer Kirche in Indien anzufertigen. Diese Kirche wird unter dem Patrozinium der seligen Anna Katharina Emmerick stehen. Neno Tolic, der an diesem Tag seinen Dienst in der Gedenkstätte tat, bekam das Gespräch mit und war von der Idee sofort sehr angetan. Ihm war es möglich einen Kontakt zur Malerin Anja Beermann herzustellen, um nicht nur ein Foto, sondern ein Gemälde anfertigen zu lassen.

Info vom 23. Januar 2018

 

VeranstaltungsplakatDer Emmerick-Bund Dülmen präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Anna-Katharinenstift Karthaus: "KATHARINA" das Leben der Anna Katharina Emmerick. 
Ein inklusives Musical
Musik, Buch und Regie: Georg Breitkopf

Das Leben von Anna Katharina Emmerick war geprägt von tiefer Christusverbundenheit, religiöser Hingabe – aber auch von Leid und Krankheit, die sie viele Jahre ans Bett fesselten. Eine Lebensgeschichte voller Mysterien, jedoch ebenso vieler fröhlicher Seiten, die heute viel zu selten mit der seliggesprochenen Nonne in Verbindung gebracht werden. Gerade diese positive, humorvolle Seite soll nun mit einem Musical in den Fokus rücken.

Weitere Infos unter: www.facebook.com >>>

Bericht vom 8. Januar 2018

 

Einkehrtag in Coesfeld

 

Krippe und KreuzZwölf junge Leute machten sich am 2. Januar frühmorgens mit der Bahn auf den Weg von Dülmen nach Coesfeld, um zusammen mit Pfarrer Markus Trautmann an einem Einkehrtag teilzunehmen. Bei der Vormittagsrunde im Pfarrheim der Coesfelder Kirchengemeinde St. Lamberti stand die Betrachtung einer Grafik von Beate Heinen im Mittelpunkt: Krippe und Kreuz auf ein und derselben Darstellung, dazwischen Menschen auf dem Weg. 

Rasch zeigte sich, dass eine Vielfalt von Deutungen und Zugängen zu diesem Motiv möglich sind, die aber allesamt anregen, über das eigene Leben bzw. die eigenen Wege im neuen Jahr weiter nachzudenken. 

In der anschließenden längeren Betrachtung waren alle Teilnehmenden eingeladen, am „Coesfelder Kreuz“ in der nahen Lambertikirche für eine längere Zeit zur Ruhe zu kommen und die in diesem historischen Kunstwerk dargestellte Hingabe Jesu zu bedenken – wie einst die junge Anna Katharina Emmerick. Zu deren Geburtshaus nach Flamschen führte nach dem Mittagessen eine Winterwanderung entlang der Berkel. Hier feierte die Gruppe in der stimmungsvollen Atmosphäre der Gedenkstätte eine heilige Messe, bevor es dann, gestärkt von heißem Punsch, zu Fuß zum Bahnhof Lette weiterging, um von hier per Bahn die Heimfahrt nach Dülmen anzutreten.

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Info vom 29. November 2017

Botschafterin Anna Katharina Emmerick156 Seiten, 600 Abbildungen, Lebensbilder von 70 Männern und Frauen aus zwölf Jahrhunderten: das sind die Eckdaten des neuen Buches „Botschafter des Himmels“, das in diesen Tagen vom dialog-Verlag Münster vorgestellt wird. In dem Werk stellen Markus Trautmann und Christiane Daldrup aus Dülmen „Christliches Glaubenszeugnis in Münster“ vor, wie es im Untertitel heißt. Einfache Nonne in der Waschküche oder Reichskanzler, alleinerziehende Mutter oder päpstlicher Gesandter, Adelsspross oder Arbeiterkind, ja selbst SS-Mann oder KZ-Häftling – sie alle ließen sich von der Botschaft des Evangeliums ansprechen.

Auch Anna Katharina Emmerick findet sich in diesem Buch. Zudem Glaubenszeugen, die mit der seligen Mystikerin des Münsterlandes in indirekter Verbindung standen, so z.B. Albert Schweitzer, der in der „Geschichte der Leben-Jesu-Forschung“ Anna Katharina Emmerick thematisierte oder auch Papst Johannes Paul II., der die Emmerick im Jahr 2004 selig gesprochen hat.

Die knapp gehaltenen Lebensbilder sind bunt wie das Leben. Mitunter mag es ratlos stimmen, wie sehr christliche Gläubige immer auch „Kinder ihrer Zeit“ sein können. Und doch wird deutlich, dass diese Zeitverhaftetheit niemals nur ein blindes Geschick gewesen ist. „Vielmehr war sie immer auch eine Möglichkeit, sich aus christlicher Motivation persönlich oder gesellschaftlich zu engagieren, manchmal auch unfreiwillig oder unbewusst“, bemerken die Herausgeber im Vorwort. In diesem Sinne soll das neue Buch, so der Anspruch des Verlags, nicht nur informieren, sondern auch zu einer eigenen Stellungnahme herausfordern. 

Bericht vom 17. Juli 2017

 

IMG 9645Bereits zum achten Mal findet in diesen Tagen das Kindercamp des Klosters Maria Hamicolt statt. Über 80 junge Teilnehmer aus ganz Deutschland, wie z.B. Bad Orb, Arnsberg, Kerpen, Werl und Berlin, haben sich auf der Klosterwiese zu einem romantischen Zeltlager zusammengefunden. Zum Motto „Warum immer ich“ hat die „Gemeinschaft des Neuen Weges vom Hl. Franziskus“ ein buntes abwechslungsreiches Programm mit religiösen Impulsen, kreativen Aktionen, Sport und Spaß zusammengestellt.

So machten sich die Kinder mit ihren Betreuern am Montag, 17. Juli 2017, zu Fuß vom Kloster zur Kreuzkirche, um das Grab der Anna Katharina Emmerick zu besuchen. Der 12,5 Kilometer lange Weg führte durch idyllische Wiesen und Felder. Unterwegs gab es für die jungen Pilger an mehreren Wegstationen gestaltete Pausen.

An der Kreuzkirche angekommen, versammelte sich die Gruppe zu einem gemütlichen Picknick vor der Gedenkstätte. Frisch gestärkt wurden sie in der Kirche von Clemens Brentano (dargestellt durch Christian Rensing) begrüßt. Dieser erzählte anschaulich von seinem Leben, der Begegnung und Freundschaft mit Anna Katharina und stellte immer wieder Bezüge zur heutigen Zeit her.

Bericht vom 5. Mai 2017

 

WallfahrtBereits zum achten Mal veranstaltete der Emmerick-Bund e. V. für alle Erstkommunionkinder der Dülmener Kirchengemeinden eine Wallfahrt zum Grab der Seligen Anna Katharina Emmerick. 
Etwa 250 Kommunionkinder haben sich heute mit ihren Eltern und Katecheten von der Viktorkirche zur Heilig-Kreuz-Kirche aufgemacht, um dort einiges über das Leben und Wirken von Anna Katharina zu erfahren. Zu Beginn wurde allen Kindern eine Emmerick-Medaille als Wegbegleiter überreicht. Nach einer kurzen Einstimmung in der Viktorkirche pilgerten die Kinder gemeinsam zur Heilig-Kreuz-Kirche, wo ihnen die Geschichte der Seligen von Clemens Brentano (Pastoralreferent Christian Rensing) und Anna Katharina Emmerick (Pastoralreferentin Ursula Bennecker-Altebockwinkel) näher gebracht wurde. Danach fanden sich die jungen Pilger am Emmerick-Grab ein, um gemeinsam zu beten.

Anschließend trafen sich alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Picknick auf dem Kirchengelände. Zum Abschluss lud Pfarrer Peter Nienhaus die Kinder dazu ein, eine Menschenkette rund um die Heilig-Kreuz-Kirche zu bilden.


Foto: Georg Winkler 

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Info vom 2. Mai 2017

EmmerickbuchPünktlich zur jährlichen Emmerick-Wallfahrt der Dülmener Kommunionkinder kann der Emmerick-Bund eine überarbeitete Neuauflage des kleinformatigen „Bilderbuchs für Jung und Alt“ über die Mystikerin des Münsterlandes vorstellen. Die erste Auflage von 2014 war seit geraumer Zeit vergriffen. Nun nutzten die Herausgeber die Gelegenheit, einige Verbesserungen vorzunehmen – so in der Umschlaggestaltung, im Layout, in der Textfassung sowie in der Farbabstimmung der Illustrationen. Auch eine neue Grafik wurde in das Büchlein aufgenommen: Sie gibt noch stimmiger als bisher eine Szene aus der Jugendzeit der Emmerick wieder.

Bericht vom 29. März 2017 

Kleine KapelleSeit einigen Jahren nehme ich mir während der Fastenzeit einen Tag frei, um den Großen Kreuzweg zu gehen. So war ich auch in dieser Woche wieder unterwegs in Coesfeld.

Der 1659 durch Bischof Christoph Bernhard von Galen angelegte Coesfelder „Große Kreuzweg“ verläuft rd. 10 km im Nordwesten der Stadt und beginnt und endet in St. Lamberti. Insgesamt 18 Stationen laden ein, das Leiden und Sterben Jesu vom Ölberg bis zur Grablegung zu betrachten.

Für Anna Katharina Emmerick war die Konfrontation mit dem Kreuz schon früh ein zentrales Lebens- und Glaubensthema, daher ist sie auch diesen Kreuzweg oft gegangen. Und das war vor ein paar Jahren für mich der inspirierende Punkt, diesen Weg zu gehen – sich einmal auf die Spuren der Seligen zu begeben. Ich kann die Leidenschaft von Anna Katharina Emmerick für diesen Kreuzweg gut nachempfinden, und so ist er inzwischen für mich ein fester Bestandteil der Fastenzeitgestaltung geworden. Denn dieser Weg hat mir als Betrachter viel zu bieten. Alleine die Tatsache, dass es sich wirklich um einen KreuzWEG handelt und nicht um eine Aneinanderreihung von Stationen auf engstem Raum, wie es leider in vielen Kirchen der Fall ist, lässt ein „Mitgehen“ mit Jesus zu.

Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Claudia Marcy, vom 28. März 2017

 

Das neue, inklusive Musical über die Selige wird vorgestelltDas Leben von Anna Katharina Emmerick als Stoff für ein Musical? Na klar, findet Georg Breitkopf, Leiter des Freizeitbereiches des Anna-Katharinenstifts Karthaus. Er hat ein Drehbuch und Lieder über das Leben und Wirken der Seligen geschrieben. Das Musical soll im Frühjahr 2018 zur Aufführung kommen. Die Proben beginnen nächsten Monat, und Mitwirkende vor und hinter der Bühne sind noch willkommen. 

Unterstützt wird das Projekt vom Emmerick-Bund, der sich nicht nur freut, dass einmal auf anderem Weg von Anna Katharina Emmerick erzählt wird, sondern auch, dass andere Aspekte ihres Lebens betont werden. 

Denn Georg Breitkopf, dem die Emmerick von Kindesbeinen an vertraut ist und der in einer Einrichtung arbeitet, die ihren Namen trägt, möchte auch die heiteren und leichten Seiten ihrer Biografie herausarbeiten. 

Bei ihm gibt es auch fröhliche Szenen und Anekdoten aus dem Leben der gebürtigen Coesfelderin, die dann in Dülmen eine neue Heimat fand und hier auch begraben ist. „Die Emmerick hatte Humor“, unterstreicht Pfarrer Peter Nienhaus, dass oft ein einseitiges Bild von der Nonne und Brentano-Vertrauten gezeigt wird. 

Und noch etwas ist Nienhaus wichtig: „Die Emmerick war von der Hilfe anderer Menschen abhängig. Aber am Ende fühlten sich die Helfenden von ihr beschenkt.“ Damit spielt Nienhaus auf Inklusion an, darauf, dass Menschen mit und ohne Behinderung voneinander lernen können und sich gegenseitig bereichern. Denn das Musical „Katharina“ ist ein inklusives Musical, in dem Bewohner des Anna-Katharinenstifts, also Menschen mit einem Handicap, zusammen mit nicht-behinderten Menschen spielen. 

Wie gut das klappt, wie wunderbar das Ergebnis ist, wurde 2014 unter Beweis stellt, als „Christin - die Sage der Karthaus“, ebenfalls aus der Feder von Georg Breitkopf, auf der Karthaus Premiere hatte. Der Erfolg war überwältigend, es mussten damals Sondervorstellungen gegeben werden. 

Mit dem neuen Musical möchten Georg Breitkopf und das Anna-Katharinenstift noch mehr Menschen außerhalb der Einrichtung ansprechen. An dem Musical mitwirken können nicht nur Menschen, die als Sänger oder Musiker auf der Bühne stehen wollen, betont Breitkopf. Auch hinter der Bühne, für Kulissen und Kostüme, zum Aufstellen der Stühle oder für Fahrdienste werden Helfer gesucht. 

Die Proben finden ab April wöchentlich, anfangs im Pfarrheim Maria Königin, später dann auf der Karthaus statt. Im Frühjahr 2018 soll das Musical Premiere haben, es sind mehrere Vorstellungen geplant.