WegenerDer gebürtige Coesfelder Wegener hat von Kindheit an von Anna Katharina gehört. Ihre Geschichte hat ihn zeitlebens nicht losgelassen.
Er wurde Priester. Während eines Studienaufenthaltes am Campo Santo in Rom fragte ihn Papst Pius IX., warum man in Deutschland nichts für die Seligsprechung von Anna Katharina unternähme. Von da an wurde die Seligsprechung der Emmerick sein Lebensziel.
Er sammelte Erinnerungen, Bücher, hinterlassene Sachen, Dokumente, suchte Kontakt zu Zeitzeugen. Ihm verdanken wir die Sammlung der meisten hier ausgestellten Gegenstände, auch den Erhalt des Zimmers. 1898 (lange vor dem Bau der Kreuzkirche) baute er gegenüber dem Friedhof, auf dem Anna Katharina begraben war, das »Emmerickhaus« zur Präsentation der gesammelten Gegenstände. 1885 (also mit 53 Jahren) trat er in den Augustinerorden ein, weil er wusste, dass der Provinzialobere der deutschen Augustinerprovinz Pater Pius Keller sich seit 1860 mit aller Kraft für die Seligsprechung von Anna Katharina einsetzte.
Als es gelungen war, 1891 den dafür zuständigen Bischof von Münster für die Einleitung des Verfahrens zu gewinnen, wurden Pius Keller und Thomas Wegener zu Vizepostulatoren in dem Prozess.