Durch Anna Katharina Emmerick ist Dülmen weit über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus bekannt geworden. Der Dichter der Romantik, Clemens Brentano, war ihr „Schreiber“. Er erkannte, dass Anna Katharina Emmerick faszinierend, herausfordernd und sperrig zugleich ist.
Es lohnt sich die Auseinandersetzung mit der „Mystikerin des Münsterlandes“. 
Wer nach Dülmen oder Coesfeld kommt, findet viele Spuren der am 3. Oktober 2004 in Rom Seliggesprochenen. 
Mit dem Grab birgt die Heilig Kreuz Kirche den größten Schatz; im Souterrain der Kirche befindet sich eine Gedenkstätte. 

Diese Seite helfe Ihnen bei der Annäherung an die Selige Anna Katharina.

Bericht vom 15. April 2018

 

KommunionkinderwallfahrtZum Grab der seligen Anna Katharina Emmerick führte am Freitagnachmittag, 13. April 2018, die traditionelle Wallfahrt der Kommunionkinder aus allen Dülmener Gemeinden.

Nach dem Auftakt in der St.-Viktor-Kirche zogen die Kinder hinter der Emmerickfahne und dem Coesfelder Kreuz durch das Lüdinghauser Tor zur Heilig-Kreuz-Kirche und besuchten dort das Grab der Seligen, wo sie einiges über das Leben und Wirken der Emmerick durch Ursula Bennecker Altebockwinkel und Christian Rensing erfuhren. Diese beiden schlüpften in die Rollen von Anna Katharina und Clemens Brentano. Bereits zum neunten Mal veranstaltete der Emmerick-Bund diese Wallfahrt für die Kommunionkinder. Der Tag klang mit einem gemeinsamen Picknick rund um die Kreuzkirche aus. Zum Abschluss lud Pfarrer Peter Nienhaus die Kinder dazu ein, eine Menschenkette rund um die Heilig-Kreuz-Kirche zu bilden.

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Bericht vom 26. März 2018 der Dülmener Zeitung, Claudia Marci – Foto: privat

 

Eine von uns und doch anders

IMG 3862Schon als Kind wusste sie, was sie wollte. Überwand Hindernisse, nahm Umwege in Kauf, um ihr Ziel zu erreichen. Arbeitete hart, schonte sich nicht. Sie hielt an ihrer Überzeugung fest, auch wenn sie Spott und Ablehnung erfuhr. Selbst dann noch, als sie dort angekommen war, wo sie immer hingewollt hatte und feststellen musste, dass sie sich fast zu viel zugemutet hatte.

Was nach der Biografie einer modernen Powerfrau klingt, ist das Leben von Anna Katharina Emmerick (1774-1824), der Nonne und der Mystikerin des Münsterlandes, die im Jahr 2004 selig gesprochen wurde. Der Musiker und Musikpädagoge Georg Breitkopf hat daraus ein Musical gemacht, das am Samstag im Anna-Katharinenstift Karthaus Premiere hatte.

Die 100 ehrenamtlichen Akteure auf und hinter der Bühne - Schauspieler, Sänger, Chor- und Orchestermitglieder, aber auch Masken- und Bühnenbildner, Ton- und Lichttechniker - hatten ein Jahr unter seiner Leitung an dem Projekt gearbeitet, das das Premierenpublikum restlos überzeugte. Am Ende der gut zweieinhalbstündigen Aufführung gab es stehenden Applaus und begeisterte Pfiffe.

Bericht vom 14. März 2018

 

IMG 3469Unter diesem Thema stand der Emmerick-Vortrag 2018, für den der Emmerick-Bund den Schauspieler, Regisseur und Rezitator Martin Neubauer gewinnen konnte. Neubauer gründete 1992 in Bamberg das Brentano-Theater im Altstadthaus. Bereits während seiner Ausbildungszeit an der Münchner Schauspielschule war Neubauer vom Leben und Werk des romantischen Dichters Clemens Brentano fasziniert. Insbesondere die Vielschichtigkeit in Brentanos Dichtung und die Musikalität seiner Sprache begeistern den Bamberger Theatermacher, der aber auch in der Persönlichkeit des Dichters einen „versponnen-anarchischen Geist“ mit einem „Kosmos an Widersprüchlichkeiten“ entdeckt. Neubauer ist nach einem Besuch der Emmerick-Gedenkstätte in Dülmen den Lebensschicksalen der Mystikerin des Münsterlandes und des romantischen Dichters intensiv nachgegangen. Er ist davon überzeugt, dass nur ein sehr empfindsamer Dichter vom Genie Brentanos dazu fähig war, die Visionen der Emmerick, die er in seinem Hauptwerk „Das bittere Leiden ...“ schildert, so überzeugend weiterzuvermitteln. 

Neubauer gab zu verstehen, er habe das Thema nicht gesucht, sondern es sei auf ihn zugekommen. Immer wieder sei er tief bewegt, wenn er Dülmen, insbesondere das Grab und die Gedenkstätte, besucht. Die Stadt habe ihn als Ort mitgenommen.
Das war auch während seines Vortrages am Dienstagabend im Pfarrheim Heilig Kreuz zu spüren. Neubauer zeigte die Parallelen und Unterschiede in den Biographien von Emmerick und Brentano mit einer lebendigen Darbietung auf. 
Zwischen den Schilderungen rezitierte er mit seinem schauspielerischen Können immer wieder aus den Werken Brentanos und zog die etwa 60 Zuhörer damit in seinen Bann. 
Pfarrer Peter Nienhaus und Angela Pund vom Emmerick-Bund e.V. zeigten sich begeistert von dem kurzweiligen und auch informativen Vortrag. Besonders freuten sich die beiden über die zwei Geschenke, die Martin Neubauer am Ende seines Vortrags an den Emmerick-Bund e.V. überreichte: eine kleine Büste der Emmerick und ein Original-Schriftstück Brentanos. 

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Bericht vom 22. Februar 2018

 

Bischof Reinhold Nann zu Gast in DuelmenErst im vergangenen Sommer wurde er als Bischof von Caraveli in den peruanischen Hochanden in sein Amt eingeführt – und schon nutzte er seinen ersten Heimaturlaub in Deutschland, um den Geburtsort seines Vorvorvorgängers Friedrich Kaiser aufzusuchen: Reinhold Nann, geboren  1960 und eigentlich Priester des Erzbistums Freiburg, ist seit August 2017 der vierte Nachfolger des aus Dülmen stammenden Missionsbischofs. Nachdem er am Mittwoch dem Orden der Herz-Jesu-Missionare in Münster-Hiltrup einen Besuch abgestattet hatte, begab sich der frischgebackene Bischof am Donnerstag nach Dülmen.

Hier ließ er sich von Pfarrer Markus Trautmann die Viktorkirche zeigen: An dieser Stätte wurde Friedrich Kaiser 1903 getauft, 1916 gefirmt und 1963 zum Bischof geweiht. Im Anschluss führte Pfarrer Peter Nienhaus den Gast durch die Kreuzkirche bzw. durch die Emmerick-Gedenkstätte.


Foto: Bischof Reinhold Nann (rechts im Bild) mit Pfarrer Peter Nienhaus vor der Kreuzkirche.

Bericht vom 19. Februar 2018

 

Viertklässler hatten Projekttag

 

Am Emmerick-GrabSpannende Eindrücke und Informationen konnten in diesen Tagen die Viertklässler der Anna-Katharina-Emmerick-Grundschule sammeln: Jeweils einen ganzen Vormittag lang begab sich jede Klasse auf die Spuren der Dülmener Seligen Anna Katharina Emmerick. „Die Kinder müssen wissen, wer sich hinter dem Kürzel AKE verbirgt“, meint Ulrike Eistrup, Klassenlehrerin der 4b. Begleitet wurden die Projekttage durch Pfarrer Markus Trautmann. Nach einem lebendigen Einstieg und Austausch bei einem Bildervortrag wurde das Emmerick-Lied eingeübt. Dann ging es zu Fuß durch die Innenstadt, vorbei am Nonnenturm, zur Kreuzkirche. Die Emmerick-Gedenkstätte ließ in eine ferne Zeit eintauchen, und doch wurde das Leben der Schulpatronin durch Bilder und Exponate sehr anschaulich. Warum ist die Emmerick bis heute ein Vorbild? „Weil sie Mitleid zeigte mit anderen Menschen“, meint eine Schülerin. „Und sie nahm sich Zeit zum Zuhören und Beten“, ergänzt ein Junge. Im Anschluss der Führung bastelten die Jungen und Mädchen im Pfarrheim Heilig Kreuz kleine Laternen mit transparenten Emmerick-Motiven: Anna Katharina hatte Ausstrahlung und machte das Leben vieler Menschen hell. „Vorbilder sind für unser Miteinander heute wichtiger denn je“, findet Ulrike Austrup, „auch über Religionsgrenzen hinweg.“ Einen bewegenden Abschluss bildete der Gang zum Emmerick-Grab, wo die Kinder eigene Fürbitt-Zettel beschrieben und der Seligen „ans Herz“ legten. Vor dem Rückmarsch zur Schule ertönte kraftvoll das frisch gelernte Emmerick-Lied.

 

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Bericht vom 10. Februar 2018

 

In der Gedenkstätte"Es gibt keine Zufälle". Davon ist Reinhold Mühlenbrock vom Emmerickbund e.V. überzeugt. Mit dieser Feststellung spielt er auf das Gemälde an, welches das Ehepaar Tolic aus Dülmen zur Gedenkfeier mitgebracht hatte. Es handelt sich um eine Reproduktion des bekannten Emmerick-Porträts von der Malerin Anna Maria von Oer aus dem Jahr 1895. Die Kopie wurde geschaffen von der Porträtmalerin Anja Beermann aus Rahden.

Damit ist sie einem Wunsch der Brüder Gerd und Reinhold Mühlenbrock und dem Ehepaar Marina und Neno Tolic gefolgt. Die Mühlenbrocks aus Haltern pflegen schon seit einigen Jahren Kontakte über die interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft "Pax et Bonum" nach Dakkili/Südindien.

Bei einem gemeinsamen Besuch mit dem indischen Pater Francis in der Emmerick-Gedenkstätte entwickelte sich der Gedanke, ein Foto des Porträtbildes für den Neubau einer Kirche in Indien anzufertigen. Diese Kirche wird unter dem Patrozinium der seligen Anna Katharina Emmerick stehen. Neno Tolic, der an diesem Tag seinen Dienst in der Gedenkstätte tat, bekam das Gespräch mit und war von der Idee sofort sehr angetan. Ihm war es möglich einen Kontakt zur Malerin Anja Beermann herzustellen, um nicht nur ein Foto, sondern ein Gemälde anfertigen zu lassen.

Info vom 23. Januar 2018

 

VeranstaltungsplakatDer Emmerick-Bund Dülmen präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Anna-Katharinenstift Karthaus: "KATHARINA" das Leben der Anna Katharina Emmerick. 
Ein inklusives Musical
Musik, Buch und Regie: Georg Breitkopf

Das Leben von Anna Katharina Emmerick war geprägt von tiefer Christusverbundenheit, religiöser Hingabe – aber auch von Leid und Krankheit, die sie viele Jahre ans Bett fesselten. Eine Lebensgeschichte voller Mysterien, jedoch ebenso vieler fröhlicher Seiten, die heute viel zu selten mit der seliggesprochenen Nonne in Verbindung gebracht werden. Gerade diese positive, humorvolle Seite soll nun mit einem Musical in den Fokus rücken.

Weitere Infos unter: www.facebook.com >>>

Bericht vom 8. Januar 2018

 

Einkehrtag in Coesfeld

 

Krippe und KreuzZwölf junge Leute machten sich am 2. Januar frühmorgens mit der Bahn auf den Weg von Dülmen nach Coesfeld, um zusammen mit Pfarrer Markus Trautmann an einem Einkehrtag teilzunehmen. Bei der Vormittagsrunde im Pfarrheim der Coesfelder Kirchengemeinde St. Lamberti stand die Betrachtung einer Grafik von Beate Heinen im Mittelpunkt: Krippe und Kreuz auf ein und derselben Darstellung, dazwischen Menschen auf dem Weg. 

Rasch zeigte sich, dass eine Vielfalt von Deutungen und Zugängen zu diesem Motiv möglich sind, die aber allesamt anregen, über das eigene Leben bzw. die eigenen Wege im neuen Jahr weiter nachzudenken. 

In der anschließenden längeren Betrachtung waren alle Teilnehmenden eingeladen, am „Coesfelder Kreuz“ in der nahen Lambertikirche für eine längere Zeit zur Ruhe zu kommen und die in diesem historischen Kunstwerk dargestellte Hingabe Jesu zu bedenken – wie einst die junge Anna Katharina Emmerick. Zu deren Geburtshaus nach Flamschen führte nach dem Mittagessen eine Winterwanderung entlang der Berkel. Hier feierte die Gruppe in der stimmungsvollen Atmosphäre der Gedenkstätte eine heilige Messe, bevor es dann, gestärkt von heißem Punsch, zu Fuß zum Bahnhof Lette weiterging, um von hier per Bahn die Heimfahrt nach Dülmen anzutreten.

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Info vom 29. November 2017

Botschafterin Anna Katharina Emmerick156 Seiten, 600 Abbildungen, Lebensbilder von 70 Männern und Frauen aus zwölf Jahrhunderten: das sind die Eckdaten des neuen Buches „Botschafter des Himmels“, das in diesen Tagen vom dialog-Verlag Münster vorgestellt wird. In dem Werk stellen Markus Trautmann und Christiane Daldrup aus Dülmen „Christliches Glaubenszeugnis in Münster“ vor, wie es im Untertitel heißt. Einfache Nonne in der Waschküche oder Reichskanzler, alleinerziehende Mutter oder päpstlicher Gesandter, Adelsspross oder Arbeiterkind, ja selbst SS-Mann oder KZ-Häftling – sie alle ließen sich von der Botschaft des Evangeliums ansprechen.

Auch Anna Katharina Emmerick findet sich in diesem Buch. Zudem Glaubenszeugen, die mit der seligen Mystikerin des Münsterlandes in indirekter Verbindung standen, so z.B. Albert Schweitzer, der in der „Geschichte der Leben-Jesu-Forschung“ Anna Katharina Emmerick thematisierte oder auch Papst Johannes Paul II., der die Emmerick im Jahr 2004 selig gesprochen hat.

Die knapp gehaltenen Lebensbilder sind bunt wie das Leben. Mitunter mag es ratlos stimmen, wie sehr christliche Gläubige immer auch „Kinder ihrer Zeit“ sein können. Und doch wird deutlich, dass diese Zeitverhaftetheit niemals nur ein blindes Geschick gewesen ist. „Vielmehr war sie immer auch eine Möglichkeit, sich aus christlicher Motivation persönlich oder gesellschaftlich zu engagieren, manchmal auch unfreiwillig oder unbewusst“, bemerken die Herausgeber im Vorwort. In diesem Sinne soll das neue Buch, so der Anspruch des Verlags, nicht nur informieren, sondern auch zu einer eigenen Stellungnahme herausfordern.